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ASMIS Video-Server Software

ASMIS: Advanced Surgical Media Information System

ASMIS ist ein zentraler Speicher für chirugische Bilder und Videos, der als „Puffer“ zwischen der Bildgebung im OP und dem Langzeitarchiv (z.B. PACS) des Krankenhauses installiert wird. Der Grundgedanke ist, dass dieses Langzeitarchiv nicht mit unerwünschten oder uninteressanten Videos aus dem OP „überschwemmt“ wird, sondern lediglich die erwünschten und für eine Dokumentation notwendigen Video-Sequenzen hierher gelangen. Dazu verfügt ASMIS über eine Vielzahl von intelligenten und vielfach automatisch ablaufenden Funktionen, die den klinischen Workflow unterstützen. ASMIS wurde in enger Kooperation mit Chirurgen, Medizintechnikern und Krankenhaus IT-Verantwortlichen entwickelt, um größtmöglichen Praxisbezug und Integrierbarkeit in unterschiedlichste Medizingeräte- und IT-Umgebungen zu gewährleisten.

asmis uebersicht  

 

Die Server-Software verfügt über folgende Leistungsmerkmale:

  • Import von JPEG-Bildern und PDF-Dokumenten
  • Import von Videos in den Formaten MPEG -2, MPEG-4 Xvid, MPEG-4 H.264 und Motion-JPEG, Auflösung bis Full-HD 1080
  • Automatische Patientenzuordnung über Patienten-ID im Dateinamen, HL7-Query zur automatischen Vervollständigung aller demographischen Patientendaten
  • und Verwaltung der patientenbezogenen Medien und Meta-Daten in interner SQL Datenbank; ASMIS unterstützt HL7 Ver. 2.x und 3.0 (XML)
  • Bei Bedarf: Manuelle Zuordung von Bildern, Videos und PDFs zu einem Patienten durch den Benutzer (Client)
  • Voreinstellbare Regeln (Policies) zur automatischen Verwaltung der Media-Dateien: Dateien werden, den Policies folgend, nach Ablauf Ihrer Lebensdauer automatisch entweder gelöscht, ins PACS gesendet oder in ein anderes Archiv kopiert; dies ist individuell pro Datei-Typ einstellbar
  • Export-Funktion für Medien-Dateien (automatisch lt. Policy oder benutzergesteuert): DICOM-Send in ein PACS (DICOM-SCP) und/oder USB-Export im „offenen" Format auf einen lokalen Client-Datenträger/Laufwerk
  • Exportierte Medien können mit „eingebrannten" Overlays versehen werden: Logo, z.B. Krankenhaus Logo, Name des Patienten, Name des Krankenhauses oder Operateurs, dem Standard-Text „Nicht zur Diagnose geeignet" oder einem frei wählbarem Text durch den Benutzer

asmis screenshot usbexport

 

Die Client-Software verfügt über folgende Leistungsmerkmale:

  • Betrachten, Kommentieren oder manuelles Löschen einzelner Medien-Dateien. Selbst sehr große Videos, z.B. von 2 Stunden Länge, werden im Client bereits nach ca. 8 Sekunden abgespielt (bei einem Gigabit-Netzwerk)
  • Video-Schnitt Funktion: Mittels Start-Stop Markern können lange Videos einfach auf die wesentlichen Sequenzen gekürzt werden, das zeitaufwendige Neu-Berechnen erledigt der Server im Hintergrund, der lokale PC ist sofort wieder frei
  • Markier- und Kommentar-Funktion „Info-Pins": Innerhalb eines Videos können an interessanten Punkten Marker, sogenannte Info-Pins, gesetzt werden. Diese sind individuell mit einem kurzen Kommentar versehbar. Die Video-Wiedergabe wird an einem Info-Pin kurz angehalten und der entsprechende Kommentar-Text eingeblendet. Zusätzlich erstellt der Server beim Export des Videos an jeder Info-Pin Position ein einzelnes Standbild (JPEG). Beim PACS Versand entsteht somit eine Patienten-Studie, und die Serie enthält neben dem eigentlichen Video zusätzliche Bilder, automatisch generiert von jedem Info-Pin. Der hinterlegte Kommentar-Text an jedem Info-Pin erscheint dann pro Bild im DICOM-Tag „Image Comment". Somit ist die PACS-Datenbank herstellerneutral auch nach diesen Kommentar-Texten durchsuchbar, z.B. für Statistiken oder Ausbildung und Lehre. Beim „offenen" USB-Export wird ebenfalls aus jedem Info-Pin im Video ein JPEG erstellt, der Kommentar-Text ist dann als Overlay in das Bild eingebrannt
  • Einfache Reports durch hinterlegte HTML-Templates, diese sind leicht den eigenen Bedürfnissen anzupassen

asmis Screenshot videoedit

 

asmis screenshot infopin

asmis screenshot printtemplate

 

Herstellerunabhängig und kompatibel:

ASMIS akzeptiert Medien-Dateien von jeder beliebigen Quelle. Ein medizinisches Kamera-System oder ein Digital integrierter OP-Saal sendet seine digitalen Videos und Bilder einfach auf ein Netzwerk-Share (Laufwerk), auf das ASMIS ständig „lauscht“.

 

Beim Einsatz  von ASMIS mit HCI Capture+ HD  im OP ergeben sich zusätzliche Vorteile:

Extrem schneller Versand der Videos aus dem Saal

Die mit Capture+ HD aufgezeichneten Videos müssen nicht vor dem Versand (Export) zeitaufwendig re-codiert werden. Dies erledigt ASMIS im Hintergrund. Vorteil: Selbst beim Versand von sehr langen Videos, z.B. 2 Stunden, dauert das Senden zu ASMIS lediglich nur ca. 2 Minuten (bei einem Gigabit-Netzwerk). Somit ist die Capture+ HD Workstation schnell wieder für den nächsten Eingriff frei.

 

Automatische Dokumentier-Funktion „Movie around Snap“

Eingriffe werden im Saal mit Capture +HD vollständig aufgezeichnet (Schnitt zu Naht). Während  des Eingriffs, also während der laufenden Videoaufnahme, können an interessanten Stellen zusätzlich Standbilder (Snapshots) durch den Operateur erstellt werden. Dies geschieht z.B. über Fußschalter oder den „Acc“-Button am endoskopischen Kamerakopf. Diese Standbilder dienen als „Marker“, um die betreffende Stelle während des Eingriffs für die automatische Dokumentation zu markieren. Nach Abschluss der OP und Versand zu ASMIS erstellt der Server automatisch Video-Sequenzen an den Stellen, die durch den Operatur mittels Snapshot-Marker gekennzeichnet wurden. Diese Videosequenzen beginnen z.B. 1 Minute vor dem Marker und enden 1 Minute nach dem Marker.

Somit entstehen also kurze 2-Minuten Videosequenzen aus den interessanten (markierten) Punkten des Eingriffs, vollautomatisch und ohne zusätzlichen / nachträglichen Benutzereingriff. Diese „Movies aroud Snap“ lassen sich per Vorgabe (Policy) automatisch ins PACS oder in ein anderes Archiv, z.B. für Forschung und Lehre, versenden; der Benutzer muss hierfür nichts weiter unternehmen. Auch lassen sich die Zeiten (plus / minus) individuell voreinstellen, also z.B. 2 Minuten vor dem Marker und 5 Minuten danach, ergibt dann 7-Minuten-Sequenzen, die durch die Automatik erzeugt werden.

 

Sicherheit und Datenschutz
ASMIS unterstützt Benutzer-Autorisierung über LDAP („Single Sign-On") sowie über eine interne Benutzer-Datenbank.

Folgende Zugriffslevel auf die ASMIS Datenbank sind einstellbar:

    • Zugriff nur auf eigene Studien, also ASMIS-Benutzer ist der Operateur; die Studien anderer Operateure sind nicht sichtbar
    • Zugriff auf Gruppen-Studien, also ASMIS-Benutzer ist Mitglied z.B. der Gruppe „Orthopädie" und Studien auch anderer Operateure dieser Gruppe sind sichtbar
    • Master-Zugriff, alle ASMIS Studien sind sichtbar

Systemvoraussetzungen

Server mit Quad-Core CPU, min 16 GB RAM, HDD mindestens 1,5 TB (RAID empfohlen), Gigabit Ethernet, Betriebssystem MS-Windows 7 / 8  oder Server 2008 / 2012

 

Lizensierung und Lieferumfang

ASMIS besteht aus 1 Lizenz ASMIS Server und 5 Lizenzen ASMIS Client. Der ASMIS Server ist pro Krankenhaus (Standort) lizensiert. Client Lizenzen sind Concurrrent Licenses und in 1-er Schritten erweiterbar. Eine Hardware gehört nicht zum Lieferumfang.